Forschungsfeld NATION BRANDING: »Good People, Great Nation«.

Christian Rau | Lukas Weber
1.4.2011



Aus Sicht zwei­er Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner zu Abschluss ihres Stu­di­ums unter­sucht »Good Peop­le, Gre­at Nati­on« die Hin­ter­grün­de und Moti­va­ti­on des Nati­on Bran­ding in Form einer visu­ell jour­na­lis­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung. 

 

»Nati­on Bran­ding« bezeich­net die Stra­te­gie, einem Staat durch Anwen­dung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken aus der Mar­ken­tech­nik ein mit einer Han­dels­mar­ke ver­gleich­ba­res Image zu ver­schaf­fen. Dies soll die Bekannt­heit die­ses Lan­des, aber auch das Ver­trau­en im Aus­land posi­tiv beein­flus­sen — einer­seits um Tou­ris­mus, Expor­te und Inves­ti­tio­nen aus­län­di­scher Unter­neh­mer zu för­dern, ande­rer­seits um in den poli­ti­schen Bezie­hun­gen zu ande­ren Staa­ten als posi­ti­ver Akteur wahr­ge­nom­men wer­den zu kön­nen. 

 

Ange­trie­ben durch ein gro­ßes Inter­es­se an Design­pro­zes­sen in gesell­schafts­po­li­ti­schem Kon­text und der Fra­ge nach der Wir­kungs­kraft des Sym­bo­lis­mus, erforscht die Arbeit die gegen­wär­ti­gen Abbil­der von Staa­ten und Natio­nen. Hier­zu wer­den unter­schied­li­che Berei­che und gestal­te­ri­sche Berüh­rungs­punk­te im Umfeld des Nati­on Bran­ding beleuch­tet, die einen unkla­ren Zustand abbil­den, der zwi­schen Iden­ti­tät und Bran­ding hin und her chan­giert: 

 

Wel­che his­to­risch ver­an­ker­ten und ste­reo­ty­pen Bil­der beschrei­ben eine natio­na­le Iden­ti­tät? Wie kor­re­spon­diert die­se mit ihrem jewei­li­gen Nati­on Brand? Wel­che Iden­ti­tä­ten und Images wer­den in einer zuneh­mend media­li­sier­ten und ver­netz­ten Gesell­schafts­struk­tur geschaf­fen, jen­seits der ver­meint­lich steu­er­ba­ren und kon­sis­ten­ten Bil­der? 

 

 

In Form von unter­schied­li­chen Recher­che­samm­lun­gen, wer­den Text- und Bild­bei­spie­le zu indi­vi­du­ell aus­ge­wähl­ten Unter­su­chungs­fel­dern im Span­nungs­feld zwi­schen Kli­schee und Pro­pa­gan­da dar­ge­stellt. 

 

»Good Peop­le, Gre­at Nati­on« hat dabei nicht den Anspruch einen ganz­heit­li­chen Ãœber­blick über das The­ma zu lie­fern. Viel­mehr ver­steht sich die Arbeit als Impuls zur visu­el­len Kon­fron­ta­ti­on mit polit­schen Dar­stel­lungs­for­men aus dem Blick­win­kel der Dis­zi­plin »Design Rese­arch«. 

 

Ziel der Arbeit ist es, einen offe­nen Dis­kurs her­bei­zu­füh­ren. Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten und Gra­fik­de­sign (u.a. Wal­ly Olins, Dani­el van der Vel­den, Ste­ven Hel­ler, Pau­la Scher, Andre­as Koop) bezie­hen dabei aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven Stel­lung zum The­ma. Der initier­te Dis­kurs soll hier­bei eine Diss­kus­si­ons­grund­la­ge zum The­ma dar­stel­len und Ver­knüp­fungs­punk­te unter den ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen sicht­bar machen. 

 


 

Grund­ge­dan­ke der Unter­su­chun­gen ist die Reflek­ti­on des Zusam­men­wir­kens ein­zel­ner Teil­neh­mer am Pro­zess des Nati­on Bran­ding. Dabei inter­es­siert ins­be­son­de­re der Stel­len­wert des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gners inner­halb poli­ti­scher und gesell­schaft­li­cher Grund­struk­tu­ren, sowie die Fra­ge der Posi­ti­on des Gestal­ters zwi­schen Ver­ant­wort­lich­keit und Wirt­schaft­lich­keit. 

 








Umfrage Status Quo CI 2013 (Agenturen).

19.8.2013 Ziel der nun schon zum drit­ten Mal durch­ge­führ­ten Umfra­ge war es, einen tie­fe­ren Ein­blick in die aktu­el­le Situa­ti­on von CI/CD-Agen­tu­ren im deutsch­spra­chi­gen Raum zu erhal­ten sowie mög­li­che Ten­den­zen und Ent­wick­lun­gen zu iden­ti­fi­zie­ren. Nach 2009 und 2011 hat das cor­po­ra­te iden­ti­ty insti­tut nun …

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